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Im Jahr 1991 gründeten 19 sibirische Regionen das Sibirische Abkommen als eine Vereinigung, die der Stimme Sibiriens in Moskau mehr Gehör verschaffen soll. Das Sibirische Abkommen wurde offiziell vom Justizministerium in Moskau registriert. Die Hauptaufgabe des Abkommens besteht darin, vor allem wirtschaftliche Probleme in den Regionen gemeinsam zu lösen. Ein eigenständiges Programm wurde ausgearbeitet, das nun die Administrationen von Tjumen bis Irkutsk gemeinsam umsetzen müssen. Die Grundlagen für dieses Programm wurden von der Sibirischen Akademie der Wissenschaften erarbeitet. Die Vereinigung möchte vor allem Einfluß auf Beschlüsse nehmen, die in Moskau zur Entwicklung Sibiriens getroffen werden. Im Föderationsrat verfügt das Sibirische Abkommen über 20% der Stimmen. Sein Territorium umfaßt 38% der gesamten Fläche der Russischen Föderation. Der Vorsitz des Sibirischen Abkommens wurde bereits bei der Gründung definiert: In einer festgelegten Reihenfolge übernimmt ein Gouverneur den Vorsitz, sein Stellvertreter ist jeweils der in der Reihenfolge folgende nächste Vorsitzende. Dadurch wurden wahltaktische Manöver vermieden sowie durch die festgelegte Stellvertretung Kontinuität und Kommunikation sichergestellt. Seit März 1998 hat der Gouverneur des Tomsk-Gebietes, V. Kress, den Vorsitz
inne. Sein Stellvertreter ist B. Govorin, Gouverneur des Irkutsk-Gebietes. Sibirien verfügt über sämtliche strategischen Rohstoffe und möchte selbstverständlich an ihrer Ausbeutung teilhaben; darüber hinaus verfügt Sibirien über ein großes Potential qualifizierter Arbeiter, Führungskräfte und Wissenschaftler. Mehr und mehr westliche Geschäftsleute interessieren sich für Kooperationsmöglichkeiten mit sibirischen Unternehmen. Insgesamt entwickeln sich die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland gut. Vor allem Chinesen, Japaner und Franzosen arbeiten zunehmend mit sibirischen Unternehmen zusammen. |
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