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Einige Fakten:Sibirienrussisch Sibir, der nördliche Teil Asiens, gehört zu Rußland, unter Einschluß Jakutiens; zu einem kleinen Teil hat auch Kasachstan an Sibirien Anteil; 16,2 Mill. km², rund 30 Mill. Einwohner; reicht vom Ural bis zum Pazifischen Ozean und von der Eismeerküste bis zur mongolischen Grenze. Landesnatur: Sibirien wird nach der Oberflächengestaltung in Westsibirisches Tiefland, Mittelsibirisches Bergland und Ostsibirisches Gebirgsland und nach der Bodenbedeckung in die baumlose Tundrenzone im Norden, den breiten Waldgürtel der Taiga und die westsibirischen Steppen mit fruchtbaren Schwarzerdeböden im Süden gegliedert. Das Klima ist extrem kontinental, auf kurze, warme Sommer folgen lange und kalte Winter (bei Oimjakon, Gebiet Werchojansk, liegt der nördliche Kältepol der Erde), der sibirische Dauerfrostboden taut in den Sommermonaten nur oberflächlich auf, die Flüsse bleiben lange vereist. Bevölkerung: Den Hauptteil der Einwohner stellen die zugewanderten Russen, die altsibirische Bevölkerung bilden turkmongolische Stämme (Samojeden, Ostjaken, Ewenken, Jakuten und Burjaten), die der uralaltaischen Sprachfamilie angehören. Wirtschaft: Eine intensivere wirtschaftliche Erschließung Sibiriens begann erst in sowjetischer Zeit; auf der Basis reicher Bodenschätze (Kohle, Erdöl, Erdgas, Gold, Eisen, Zinn, Zink u. a. Buntmetalle, Bauxit, Glimmer, Graphit, Diamanten) entstanden vor allem längs der Transsibirischen Eisenbahn Bergbau- und Industriezentren (Kusnezbecken, Irkutsk-Tscheremchowo. Eine besonders rasche Entwicklung nimmt das westsibirische Erdöl- und Erdgasgebiet. Wasser-Großkraftwerke an den Strömen (Ob, Jenisej und Angara) sichern die Energieversorgung, die Wälder werden forstwirtschaftlich genutzt, und die Steppen Westsibiriens verwandeln sich durch Bewässerung in Getreideüberschußgebiete (Ischim-, Barabinsker und Kulundasteppe). Geschichte: Am Irtysch und unteren Tobol bestand seit dem 14. Jahrhundert das Tatarenreich Sibir mit der Hauptstadt Isker, das 1563 von dem Usbeken Kutschum unterworfen wurde. Im Auftrag der Kaufmannsfamilie Stroganow eroberte der Kosakenhetman Jermak 1582 Isker und unterstellte es dem russischen Zaren. Die Gründung von Tobolsk (1590) und Tomsk (1604) machte den Weg nach Mittel- und Ostsibirien frei. 1633 drangen Kosaken bis Kamtschatka vor. Siedelnde Kosaken, Bauern und Altgläubige erschlossen Sibirien, von Flußsystem zu Flußsystem vordringend. - 1858-1860 gewann Rußland das Amur- und Ussurigebiet, 1875 Südsachalin. In den 1890er Jahren wurde die transsibirische Eisenbahn gebaut. 1918 organisierte Koltschak in Westsibirien den antibolschewistischen Widerstand, der mit der Eroberung von Omsk im Dezember 1919 durch Sowjettruppen gebrochen wurde.
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